Dieser Artikel ist bereits älter als 180 Tage und muss nicht mehr meine aktuelle Meinung wiederspiegeln!

Ladezeiten sind nur ein Rankingfaktor


10.04.10 Kategorie Google von

Es hat sich seit langem angekündigt und Google macht nun ernst: Die Ladezeit einer Webseite ist einer von rund 200 Rankingfaktoren, die in den Google-Algorithmus einfließen und zwar sollte der Wert möglichst unter 1,5 Sekunden liegen! Vorläufig gilt dies allerdings nur für das amerikanische Google, es wird aber wohl schnell global übernommen. Die Panik ist dementsprechend spürbar und jeder SEO/Webmaster versucht jetzt seine Ladezeiten zu senken. Sistrix erklärt übrigens wie man die Ladezeiten in den Google Webmastertools zu interpretieren hat.

Ich will nur ein paar Gedanken äußern und das möglichst mit Stichworten – diskutieren kann man immer noch in den Kommentaren. Außerdem möchte ich ein paar Plugins und Tools zur Minimierung / Messung der Ladezeiten mit euch teilen.

Blödsinn / Unfug:

  • komplette Umstellung einer Webseite und der Verzicht auf PHP / SQL
  • Bilder entfernen und “Textwüsten” entstehen lassen
  • Zukünftig auf Videos und externe Tool-Einbindungen (Widgets) verzichten

Sicherlich hat Google diesen Faktor nun in den Algoritmus aufgenommen, aber wie schon der Google Blogpost aussagt, ist die Relevanz einer Webseite immer noch am wichtigsten! Daher sollte man nicht komplette Projekte umstellen und z.B. auf dynamische Webseiten verzichten. Reine HTML-Textwüsten sind im Jahr 2010 bei den Usern nicht beliebt und letztendlich geht es um die User-Experience oder wie sollen die Webseiten sonst organische Links erhalten? Das selbe gilt auch für Bilder und Videos – das Internet ist ein Multimedia-Lieferant und Google sieht das auch so. Ihr werdet keine 10 Platzierungen verlieren nur weil ihr ein YouTube Video eingebunden habt. Es geht einfach nur um den letzten Schritt einer Optimierung – wenn ihr auf Platz 2 seid und euer Konkurrent zwar auf Platz 1 ist, aber eine langsame Webseite hat – dann könnt ihr durch eine Ladezeiten-Optimierung auf Platz 1 kommen (Vorraussetzung: Die Relevanz und Linkanzahl/Linkgüte stimmt).

Sinnvoll – Must-Do:

  • Wechsel zu einem schnelleren Hoster / Optimierung von Servern (Apache, MySQL) z.B. GZIP aktivieren
  • Valides HTML – Design / Content getrennt
  • Bilder im PNG Format, Bilder-Sets und optimierte Bilder (keine Verkleinerung von Bilder durch PHP)
  • Caching und Auslagerung von Scripts
  • Minimierung von SQL-Aufrufen

Es ist sinnvoll das surfen so angenehm wie möglich zu machen! Daher sollte man sich von seinem 1 € pro Monat Hoster trennen und einen V-Server mieten, der entsprechend mehr Power hat. Weiterhin sollte ein Server regelmäßig gewartet und optimiert werden – Server-Administratoren gibt es schließlich viele ;-) Valides HTML und CSS sind denke ich mal Standard. Auf Bilder sollte nicht verzichtet werden, diese sollten eher optimiert werden (PNG Bilder z.B.)!

Einige Tools und Plugins:

  • Google Webmastetools zur Analyse der Ladezeiten
  • Page Speed ein Firefox Plugin, welches von Google unterstützt wird (erfordert das Firefox Plugin “Firebug)
  • WordPress Plugin: CSS-JS Booster zur Optimierung von CSS/JS Dateien
  • Minify optimiert mit Hilfe von PHP5 JS und CSS
  • WordPress Plugin: WP Super Cache (Empfehlung!)

Über weitere Tools / Tipps würde ich mich in den Kommentaren freuen. Falls es neues zu diesem Thema gibt, werde ich noch einen Artikel schreiben. Aber jetzt werden erstmal einige Projekte optimiert.



Kommentieren...