Prollerei oder Informationsaustausch?
Datum: Mo, Okt 6, 2008
Kategorie: Blogging
Baynado, hat eine recht kontroverse Diskussion zum Thema Blogeinnahmen und deren Veröffentlichung begonnen. In seinem Blogposting sagt er, dass die meisten nur prollen möchten und es im Grunde niemanden interessieren würde, welche Summe der Blogger X verdienen würde [jetzt mal ganz grob zusammengefasst]. Nun jetzt haben sich schon zwei weitere Blogger mit diesem Thema befasst - der eine ist objektiv und der andere eher subjektiv / sehr direkt. Ich werde jetzt mal alle drei Meinungen in einen Hut werfen und mir meine eigene teils objektive, teils subjektive Meinung bilden - schließlich bin ich auch ein Prollblogger
Wenig verdienen = Nicht bloggen!
Zum einen sagt Baynado, dass Blogger die im Monat nur “6,50 €” verdienen würden, es ruhig sein lassen können, weil “6,50 €” nur Kleingeld wäre und somit würde es bei so einem niedrigen Betrag keinen Menschen interessieren. Das ist wahr - aber dennoch gibt es Blogs wie z.B. Geldkrieg mit einem Einnahmenziel und dort sollte es die Leser interessieren - man sollte hier also nicht pauschalisieren und sich jeden Blog im Detail anschauen. Auch ist es interessant, wenn ein Blogger im Monat Mai z.B. 500 € verdient hat und im nächsten Monat nur 20 € - eine Analyse wäre voller Informationen für Einsteiger.
Prollerei
Weiterhin wurde das Thema “Prollerei” angesprochen - nun ein Blog ist nach wie vor für die meisten ein persönliches Tagebuch, indem man Erfolge und Misserfolge am liebsten festhält. Monatliche Einnahmen sollten Erfolge darstellen und es sollte für jeden Blogger interessant sein, diese zu dokumentieren, auszuwerten und in der Zukunft nochmal aufzurufen bzw. sogar eine jährliche Übersicht anzufertigen. Sicherlich will kein Blogger mit der Veröffentlichung seiner Einnahmen zeigen, wie toll er doch ist - dafür gibt es andere Wege, wie z.B. guter Content und die Bereitstellung von Themes, Plugins oder Scrips.
Verdienstquellen aufzeigen
Ich gucke mir gerne monatliche Auswertungen an, weil ich schon oft das ein oder andere Partnerprogramm entdecken konnte, welches ich noch nicht kannte und für mich als Blogger interessant sein könnte. Somit ist der Informationsgehalt da
Linkverkauf offenlegen
Der Knackpunkt aus SEO-Sicht - viele Blogger schreiben in ihren monatlichen Einnahmen “x € durch Linkverkauf” und wenn Google auf eine solche Zeile stößt bzw. ein gelangweilter Google-Mitarbeiter das Web durchstöbert, dann könnte es zu einer Pagerank-Abstrafung führen. Eigentlich nicht weiter schlimm, weil der Pagerank nur noch die wenigsten Webmaster interessieren sollte, dennoch würden somit auch wieder die Einnahmen beim Linkverkauf fallen. Es ist im Prinzip eine heikle Situation und jeder Blogger, sollte Linkverkauf mit seinem eigenen Gewissen vereinbaren - ich für meinen Teil habe mal Links verkauft und bin nun auf Banner-Werbeplätze umgestiegen. Ob ich mich besser fühle bzw. sicherer kann ich nicht sagen.
Fazit
Prollerei ist wenn man jemanden etwas vor die Nase reibt und möglichst großzügig auf sich hinweist. Da man aber Blogbeiträge entweder lesen oder ignorieren kann, sollte sich keiner dran stören, dass monatlich ein dutzend Blogger ihre Einnahmen veröffentlichen und analysieren. Diejenigen die nach Informationen zum Thema “Geld verdienen im Internet” suchen, wird geholfen und den anderen wird wenigstens ein kleiner Anreiz gegeben. Lasst euch jedenfalls nicht unterkriegen und bloggt weiterhin, das was ihr für richtig haltet.
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Oktober 6th, 2008 at 08:31
Das mit Prollerei ist so ein Quatsch. Mir geht es genau wie dir eher darum Alternative Einnahmemöglichkeiten für einen Blog zu bekommen. Wenn ich prollen wollte, würde ich das mit anderen Projekten machen… und nicht mit kleinen Blogs. “Verdienstquellen aufzeigen (und finden)” stimmt also auch bei mir.
Oktober 6th, 2008 at 09:43
Schöne Stellungsnahme
Oktober 6th, 2008 at 09:44
Also ob es Prollerei ist kann ich nicht wirklich sagen. Ich persönlich schaue mich immer mal wieder an wie der ein oder andere Blogger sein Geld macht, schau mir die Anbieter an und dann denke ich mir meinen Teil!
Aber ob es gut ist jemanden auszumeckern der 6 Euro einnimmt. Wenn es ein Projekt wäre das das Ziel hat in einem Jahr 1000 Dollar im Monat einzunehmen, dann wäre so ein Betrag mehr als lächerlich.
Dritter Punkt wäre dann für mich das neue Blogs immer wieder unterschätzt werden, vielleicht fängt das Blog heute mit 6 Euro an, nächsten Monat mit 60 Euro und einige Monate später steht es bei 600 Euro im Monat, weil er aus seinen Fehlern gelernt hat und weiß wie die besten Einnahmen kommen, somit weiß er dann etwas mehr als viele andere Blogger im Netz.
Oktober 6th, 2008 at 11:04
Dein Artikel ist wie immer sehr gut geschrieben. Vielleicht war es ein wenig unfair den mendener so zu zerreißen, dennoch es gibt in dieser reffix Liste genug andere Beispiele, di einfach nur lächerlich waren. Wenn ich schn meinen Blog Cashblog nenne und gerade mal 28,17 € verdiene, dann ist es mehr als peinlich.
Seien wir doch mal ehrlich, diese Zahlen werden doch nur aus einem Grund veröffentlicht. Man möchte möglichst auch an diesem Linkschema teilnehmen und mit in die Listen aufgenommen werden, all derer die ihre Taschengeldeinnahmen veröffentlichen.
Ich lese die Einnahmen von euch auch alle gerne,denn ich stehe auf Netzprolls, nur sollte man doch ein gewisses mindestmaß an Qualität bei diesen Listen sorgen.
In dem Fall Cashblog ist der Fall so eindeutig. Er nennt keine Besucherzahlen und denkt sich womöglich noch die Einnahmen aus, nur damit er an eueren Linktauschlisten teilnehmen kann.
Ihr solltet echt eine mindest Einahmegrenze Einführen, Blogs unter 400 € haben meiner Meinung nach nichts in einer
Blogeinahme-Linktauschliste verloren.
Sie schaden dem Image der guten Blogger, die mit guten Inhalten auch gutes Geld verdienen. Proll on!
Oktober 6th, 2008 at 12:10
Ich möchte Baynado ein wenig in Schutz nehmen (auch wenn er das wahrscheinlich nicht wirklich nötig hat
):
Im Grunde hat er ja recht mit seiner Meinung. In seinem Blog hatte ich bereits geschrieben, daß es vielen Einnahme-Veröffentlichern eher um die Aufmerksamkeit und Links der zusammenfassenden Beiträge geht.
Lediglich die Wortwahl war eben nicht gerade von besonderem Niveau geprägt.
Oktober 6th, 2008 at 12:31
Danke, TC Stahl schön das wir uns doch verstehen.
Oktober 6th, 2008 at 14:59
Ach ich liebe es bei Alex mal im Blog zu lesen, den er schreibt über das worüber ich auch gerne berichten möchte aber keine Zeit finde^^.
“diese Zahlen werden doch nur aus einem Grund veröffentlicht”
Richtig, Links, Links und nochmals Links. Aber nein, man könnte das ganze auch anders sehen. Durch solche Veröffentlichungen können gerade junge Blogs neue Leser gewinnen. Ich persönlich interessiere mich nie für genau Zahlen in der Hinsicht, aber für die Entwicklung die durchaus entstehen könnte. Was kann man von anderen Bloggern lernen?!
Punkto “Linkverkauf offen legen”, sehe ich da eher nicht Google und Co als ein Problem, was natürlich nicht außer Acht gelassen werden darf, sondern eher meine Kunden. Ich persönlich hätte schon damit ein Problem, wenn der kompletten Leserschaft nahe legt wird, was ich für eine Werbeplatz nun wirklich ausgeben habe.
November 2nd, 2008 at 21:07
auch informationen von prolls sind letzlich informationen. es kommt doch daruaf an, was man draus macht!