AdLoft ist ein neuer Affiliate-Marktplatz, der mit der Besonderheit wirbt ein Echtzeit-Marktplatz zu sein. Das Projekt ist bereits durch die Online- und Offline-Presse (Stern-Online, FAZ-Online???) gegangen und viele Blogger haben sich schon auf einen Klon vom amerikanischen “AdBrite” gefreut. Versprochen wurden: Viele Werbeformate, keine Zugangsbeschränkungen, direkte Buchung über das Netzwerk, verschiedene Buchungsmodelle und eine Echtzeitstatistik. Jetzt ist das Projekt online und die Versprechungen wurden mehr oder weniger eingehalten – aber wo bleibt die Usability? In meinen Augen wurde irgendwo ein Script gekauft, ein kostenloses Template drum-herum-gepackt, einiges dazu programmiert und dann irgendwie zusammengeschmissen. Das Ergebnis ist chaotisch…
Wie schon der Selbstständig-im-Netz/Blog schreibt ist vieles nicht durchdacht und vorallem nur halbfertig. Ich selbst sehe Internetprojekte als Weine, die mit der Zeit besser werden. Aber wer von Anfang an mit etwas Großem prallt und an die Presse geht, der sollte auch im Endeffekt etwas liefern können. Philipp Petrescu (der Eigentümer) hat sich anscheinend verkalkuliert bzw. nicht auf die wichtigen Dinge geachtet. Schön und gut ist es wenn man 10 verschiedene Bannerformate buchen kann, jedoch sollte es auch kein Problem sein diese zu buchen… das User-Interface ist mangelhaft.
Die Registrierung ist ein Witz – anstatt die Publisher- und Merchant-Seite zu trennen, wurden einfach beide in einem Formular untergebracht. Hinweise wie “Füllen Sie nur Sektion 1 aus” & “Füllen Sie Sektion 1 und 2 aus” verwirren mehr als sie nützlich erscheinen. Die vielen Rechtschreibfehler möchte ich an dieser Stelle nicht erwähnen
Weitere Kritikpunkte: Zwei verschiedene Designs (einmal das eigentliche Netzwerk und dann die Informationsseiten), Logo sieht verwischt aus, rechte Spalte auf der Startseite zu eng, unter dem grünen “Publisher”-Kasten ist viel Platz, das Violet im unteren Teil muss weg und … Am besten ein neues Design und die Integration mit erfahrenen Fachkräften durchführen. Ansonsten viel Glück mit dem Projekt!


[...] andere Blogger sind mehr als enttäuscht, wie zum Beispiel Peer oder auch Alex. Scheinbar ist das AdQuick System doch nicht so gut und man hätte vielleicht wirklich von [...]
Das klingt ja wirklich sehr enttäuschend. Hoch fliegen und tief fallen.
Erfolgreich Werbung zu verkaufen wie die Großen erfordert wohl doch Zeit und Ressourcen (Kapital und Manpower)
Zumindest haben die Jungs sich Beachtung verschafft. Sie können bei einer gewissen Basis an Websiten und Werbenden sicher nur noch besser werden.
Apropros Rechtschreibfehler, da hab ich doch glatt einen in deinem Text entdeckt: “wer von Anfang an mit etwas Großem prallt” – Du meinst wohl eher prahlen mit ‘h’ statt mit Doppel-L
Sonst aber sehr gute Kritik, für mich sieht die Seite von Adloft auf den ersten Blick ziemlich zusammengestoppelt aus. Da sind andere schöner!