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AdultFriendFinder, MyDirtyHobby und Privatamateure

Datum: So, Mai 25, 2008

Kategorie: Online-Marketing

Als Webmaster bzw. Blogger ist man eine potenzielle Zielscheibe für Abmahnungen und Gesetzesverstöße von denen man nicht geahnt hat, dass es diese gibt. Besonders Webmaster die XXX- und Glücksspiel-Werbung schalten, sollten anonym im Ausland hosten oder es ganz sein lassen. Es gibt viele Stolpersteine, die euch sogar 5-stellige Strafen einbringen können und das Risiko ist zumindest im XXX-Bereich sehr hoch.

Nun heute möchte ich auf die Partnerprogramme von AdultFriendFinder, MyDirtyHobby und Privatamateure eingehen. Der Grund dafür ist ganz simpel: Viele von euch Blogger setzen zumindest AdultFriendFinder und Privatamateure ein. MyDirtyHobby ist meines Wissens nicht so sehr verbreitet. Oft wird diese klickstarke Werbung in den so genannten YouPorn Beiträgen eingebaut und die Einnahmen sind nicht von schlechten Eltern.

Doch was viele nicht wissen - es ist zumindest in Deutschland illegal für diese Webseiten zu werben und weil ein kommerzieller Hintergrund klar erkennbar ist, macht ihr euch in jedem Fall schuldig. Das Problem ist, dass AdultFriendFinder, MyDirtyHobby und Privatamateure keinen bis keinen ausreichenden Jugendschutz anbieten. Das Alter wird nicht überprüft und meist reicht ein Paypal-Konto um die Accounts mit “Coins” aufzufüllen.

Wer jetzt z.B. von Jugendschutz.net dabei erwischt wird, der kriegt zunächst einen Brief indem die einzelnen Werbeanzeigen beanstandet werden. Man kriegt etwas Zeit sich rechtzufertigen und die Werbung zu entfernen. Dies sollte auch sofort gemacht werden. Wenn ihr das nicht macht, dann bekommt ihr schnell Post vom “Landesamt für Medien” (zumindest in NRW). Diese Institution brummt euch dann ein Bußgeld von 100 - 2500 € auf, welches nach eigenem Ermessen gefällt wird und auch bezahlt werden sollte. Wer auch dies ignoriert, der kriegt in den nächsten Wochen einen kurzen Besuch von der Kriminalpolizei, die eure Tatwaffe = euren Computer mit auf die Wache nimmt. Nach einigen weiteren Wochen ohne PC, kriegt ihr dann Post in der ihr zu einer Vorladung eingeladet werdet und dort werdet ihr hart dran genommen - schließlich geht es um die “Verbreitung von jugendgefährdenden Schriften”. Es gibt also keinen Polizisten mit zwei Kindern, der locker an das Thema dran geht ;)

Wenn ihr diese Schritte hinter euch habt, dann gibt es nach weiteren paar Wochen einen Brief von der Staatsanwaltschaft. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Euer Verfahren wird nach einer Zahlung von einem weiteren Bußgeld X fallen gelassen.
  2. Ihr kommt vor Gericht und es erwartet euch noch mehr.

Euren Computer seht ihr übrigens in den meisten Fällen nicht mehr wieder. Es kommt also darauf an wie ihr euch bei der Anhörung darstellt und wie gut ihr argumentieren könnt.

Ich hoffe dieser Beitrag hat jetzt einigen Hobby-Webmastern und Bloggern die Augen geöffnet. In Zukunft solltet ihr jedenfalls genau überprüfen, welche Programme ihr bewerbt und ob Erotikprogramme über einen Jugendschutz verfügen. Ansonsten droht euch das oben erwähnte Szenario. Wünschen tue ich es jedenfalls niemanden ;) Ich habe diesen Prozess vor ca. einem Jahr durchgemacht und wenn ich nicht so ein Schlitzohr wäre, dann hätte ich eine wirklich hohe Geldstrafe bezahlen müssen. Man muss wirklich sehr gut aufpassen!

Also Blogger: Finger weg von den Partnerprogrammen von AdultFriendFinder, MyDirtyHobby und Privatamateure.

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3 Kommentare

  1. Flo sagte:

    Netter Beitrag. Ich denke im Bereich XXX kann man sicher den einen oder anderen Euro verdienen. Ich allerdings wollte meine Brötchen mit seriösen Dingen verdienen, worauf man auch “stolz” sein kann, bzw. auch öffentlich dahinter stehen kann ohne Probleme ;)

  2. Paul sagte:

    Stolz ist genau das richtige Wort. Deshalb immer schon im hellen Bereich bleiben (meiner Meinung nach soweit es geht). Aber so schön wie es beschrieben wurde, denkt man schon fast, dass der Verfassen diese Laufbahn shcon selber durch machen musste :-).

  3. Aslex sagte:

    @Paul

    du liest immer nur schnell drüber ;)

    Ich habe diesen Prozess vor ca. einem Jahr durchgemacht und wenn ich nicht so ein Schlitzohr wäre, dann hätte ich eine wirklich hohe Geldstrafe bezahlen müssen. Man muss wirklich sehr gut aufpassen!

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