be-a-magpie oder besser doch nicht?


19.05.09 Kategorie Online-Marketing von

Twitter ist momentan ein heißes Eisen und ich benutze es täglich – es macht Spaß, informiert und vorallem kann man mit Experten / Freunden in Verbindung bleiben, ohne sich jede Woche auf einem Stammtisch zu treffen. Das nächste große Thema rund um Twitter, sollte wohl die Vermarktung von Twitter-Accounts sein. Die Benutzerzahlen sind sogar im deutschen Raum recht hoch und mittlerweile hat sogar die 08-15 Bevölkerung ihren Weg zu Twitter gefunden. Die Zielgruppe, die zu bestimmten Themen twittert ist jedenfalls vorhanden und könnte auf Produkte hingewiesen werden. Soviel zur Theorie!

Magpie bzw. be-a-magpie [Vorsicht: Affiliate-Link] ist der erste Twitter-Tweet/Account Vermarkter, der international agiert und mit dem schon einige User, ein wenig Geld erwirtschaften. Das Prinzip ist einfach: Twitter-Account eintragen, auf Kampagnen warten, einige dieser freischalten und nach jedem x-ten Tweet seine Follower belästigen/informieren. Dabei behält der Twitterer volle Kontrolle und twittert nicht plötzlich über Viagra. Nun die Twitterer-Seite dieses Dienstes sollte aber nicht in diesem Posting interessieren – es geht viel mehr um die Publisher-Seite, die ich ca. vor einer Woche getestet habe, um eines meiner Blogger-Gewinnspiele zu bewerben. Das Ergebnis sieht wie folgt aus:

  • Werbe-Kapital: 10 € – bezahlt per Paypal
  • erreichte Follower: 3299 total
  • Klicks: 175
  • = CTR von 5,3 %

Damit habe ich pro Klick ca. 5 Cent bezahlt – wenn ich von meinen Adwords-Verhältnissen ausgehe, dann sind 5 Cent pro Klick recht wenig. Allerdings wen erreicht man? Genau – eine undefinierte Zielgruppe an Follower und Spam-Twitter Accounts, die sich nicht für das eingegebene Keyword interessieren.

Jetzt habe ich leider keine trackbare Affiliate-Kampagne oder ähnliches beworben, sondern ein Gewinnspiel von mir, bei dem Blogger ein Poken gewinnen können [Pflicht da mitzumachen]. Jetzt lässt sich leider nicht überprüfen, wie viele der teilnehmenden Blogger wirklich über Twitter von diesem Gewinnspiel erfahren haben bzw. es über Magpie mitbekommen haben. Eines ist sicher: Bei momentan ca. 20-30 Teilnehmer, ist vielleicht einer dabei der über die 175 Magpie Klicks generiert wurde. Das Ergebnis ist somit nicht sehr rosig. Ein weiteres Problem ist, dass man die Magpie-Kampagnen nicht nur auf einen Staat sondern auf alle Twitterer abfeuert. Letzendlich habe ich viele Klicks aus den USA, Frankreich und an dritter Stelle Deutschland, nur leider sind die aus den USA und Frankreich verschwendetes Guthaben, weil mein Gewinnspiel in deutscher Sprache gehalten ist.

Fazit: Twitter wird man in Zukunft sehr gut vermarkten können – allerdings ist Magpie erst ein Schritt in diese Richtung, die noch viel weiter ausgebaut werden sollte. Ich werde Magpie noch eine Chance, mit einer Affiliate-Kampagne im Hinblick auf Mobilfunk geben und dann diese Ergebnisse publizieren. Letzendlich glaube ich jedenfalls noch nicht an die effizienz dieses Dienstes und verbleibe erstmal bei Adwords.

Wie sehen eure Erfahrungen aus? Habt ihr schon eine Magpie-Kampagne gestartet? Postet eure Statistiken, damit wir einen Mittelwert finden können! Vielen Dank.



5 Kommentare to “be-a-magpie oder besser doch nicht?”

  1. David sagt:

    “Magpie” erinnert mich irgendwie an RSS-Aggregator. Und genau das isses auch, wie ich gerade ergoogelt hab: http://magpierss.sourceforge.net/.

    Ich kenne zwar die API von Twitter nicht, aber wenn diese RSS oder ATOM zurück gibt, dann würde das ja zumindest wieder zusammenpassen. Auch wenn ich es doof finde fremde Namen zu klauen.

    Grüße

  2. Susann sagt:

    Ich hab das auch mal ausprobiert. Wenn deren geographische Auswertung stammt hab ich viele Views aus Alaska, Texas und Kalifornien bekommen.+ ein paar aus Frankreich. Für 2500 Followers hab ich 7,50 Euro bezahlt und 62 Klicks bekommen.

    Jetzt denk ich mal dass ein Ami nicht unbedingt auf “gratis” und “billig” usw klickt, und dass das schon hauptsächlich Deutsch waren die das geklickt haben. Somit hätte ich 12 Cent / Click bezahlt – ist ja auch ok.

    Über die Konversion kann ich nichts sagen – das muss ich nochmal besser tracken;-)

    Übrigens, Man kann ja auch Twitterer ablehnen, deren Followers nicht in Deutschland liegen. Muss man sich halt ansehen.

  3. ich halt sagt:

    ich habe Magpie sowohl als Advertiser als auch als Twitterer genutzt. Bei mir hat Magpie ein geschaltetes Ad auf meinem eigenen Titteraccount geschaltet. Als ich diese gelöscht habe wurd mein Account suspendiert! Hände weg!

  4. Ralf sagt:

    Hallo,
    Meine Erfahrungen zu Magpie sind eher negativ.
    Megapie wirbt ja auch damit das man mit Magpie bei Twitter Geld verdienen kann.
    Fakt ist: wenn man kurz vor der Auszahlung steht, dann wird der Account aus irgend welchen erlogenen Gründen gekündigt.
    Magpie eignet sich daher nur zum Geld ausgeben, also wenn man Werbung bucht. Wer Geld verdienen will, wird verarscht.
    Also, vorsicht mit Magpie kann ich da nur sagen.
    Meine Empfehlung: Hände weg von Magpie!
    Schöne Grüsse,
    Ralf

  5. annette sagt:

    @Ralf das ist auch meine Erfahrung also Finger weg, wenn ihr nicht nur eure tweets manuell eingebt, sondern auch mal automatische tweets versendet, wird das als Kündigungsgrund genannt. Ich rate allen davon ab, die nicht immer nur Zeit haben tweets manuell zu senden. Aber ich denke, dass die für alles eine Ausrede haben werden, um nicht auszahlen zu müssen.

    LG
    Annette

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