Spiegel Online hat eine Rubrik, die sich “einestages” nennt. In dieser werden Geschichten von Personen veröffentlicht, die bemerkenswerte und aufregende Ereignisse verbuchen können. Ob diese Berichte der Wahrheit entsprechen bzw. nur zum Teil wahr sind, kann ich nicht sagen – dennoch lese ich sie jede Woche und es sind wirklich interessante Dinge dabei.
Diesmal hat ein “Programmierer” namens Wolfgang Müller seine Erfahrungen rund um Internetagenturen, vor dem Dot-Com-Chaos veröffentlicht. Und wie soll ich sagen… Ein Wunder war das Platzen dieser Blase nicht wirklich:
Ich brauchte ein paar Wochen um zu begreifen, dass Arbeit hier ein relativer Begriff war. Jeden Morgen gab es erst einmal ein Frühstücks-Buffet und Massage-Termine, die man nach Belieben nutzen konnte. Wer bereits um zehn da war, verbrachte die Zeit mit Rauchen, Essen, Nachrichten-Seiten lesen und Musik hören – vorwiegend frisch heruntergeladen von Musiktauschbörsen wie “Napster”, wo es alles gab, was das Herz begehrt. Kostenlos natürlich. Gearbeitet wurde meistens von elf bis eins, dann war Mittagszeit. Nach dem Essen ging es direkt zum Portugiesen, um einen dieser neuartigen “Galaos” in der Sonne zu trinken, auf dem Bordstein direkt an der Straße. Das war irgendwie schick…
Den kompletten Artikel gibt es unter diesem Link: Kein Wunder (lesen lohnt sich).
Heutzutage ist es meiner Erfahrung nach ganz anders. Es wird nicht mehr gespielt, die Programmierer arbeiten den kompletten Tag und auch die Projektmanager bringen etwas Wissen mit. Trotzdem sind und bleiben Internetfirmen zum Teil verspielt – so gab es während meines Praktikums zwei Kickertische, welche während der Pausen ständig besetzt waren und so ziemlich jeder hatte während der Arbeit ein Headset auf dem Kopf. Der illegale Download von Musik war allerdings verboten
Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht und glaubt ihr das Firmen aus dem ersten Platzen der Blase gelernt haben? Wiederholt sich alles durch das Web 2.0? Sind Internet-Agenturen kindisch / unstrukturiert?



Spaß während der Arbeit, fördert das Denkvermögen, da es von der Arbeit zwischenzeitlich ablenkt, und dadurch das Gehirn frei für neues macht. (gab afaik mal ne Studie)
Jaja, so wie damals bei Premiere
Massagen auf jeder Etage, Essen vom feinsten und alles ist bunt. Am Ende bricht alles zusammen.
Das sowas in den seltensten Fällen gut geht dürfte wohl klar sein.